Anspruchsvolle Strecke und schwierige Bedingungen
Die Rennstrecke führte den Cerro Lambaré hinab, einen steilen Hügel rund zwölf Kilometer außerhalb des Stadtzentrums, direkt am Fluss Paraguay. Der frisch geteerte Asphalt stellte die Athleten vor besondere Herausforderungen: Eine enge 165-Grad-Haarnadelkurve bei starkem Gefälle verlangte höchste Konzentration und präzise Fahrtechnik. Für unsere Topspeed-Spezialisten bedeutete diese Streckenführung eine knifflige Ausgangslage, da sie ihre fahrerischen Vorteile nur eingeschränkt ausspielen konnten.
Zusätzlich schlug das Wetter um. Zwei der fünf Disziplinen wurden bei Nässe ausgetragen. Besonders tückisch ist im Inline-Alpin-Sport abtrocknender Asphalt, da sich die Gripverhältnisse innerhalb kürzester Zeit verändern können. Wiederholte Ausfälle der Zeitmessung sorgten außerdem für zusätzliche Unruhe. Musste ein Lauf aufgrund technischer Probleme wiederholt werden, zehrte das erheblich an den Nerven der Athleten. Das anfängliche Zwischenfazit des Teams brachte die schwierige Situation auf den Punkt: „Gute Vorbereitung und hartes Training verpuffen gefühlt in einem reinen Zufallsrennen.“ Die Marschroute blieb dennoch klar: Die Bedingungen akzeptieren, nicht hadern und den Fokus konsequent auf die eigene Leistung richten.
Durchwachsene Einzelergebnisse
Das gelang nicht immer. Bereits am ersten Renntag konnten Luca und Moritz im Riesenslalom nicht zwei fehlerfreie Läufe ins Ziel bringen. Luca fuhr auf Rang sechs, Moritz schied im zweiten Lauf aus. Am Sonntag stand der Slalom auf dem Programm. Luca lag nach dem ersten Lauf noch auf Platz eins, fiel jedoch nach einem Sturz im zweiten Durchgang auf Rang neun zurück. Moritz zeigte dagegen eine solide Leistung und verbesserte sich im zweiten Lauf um zwei Plätze auf Rang fünf. Am Montag folgte die Kombination, bestehend aus einem Slalom- und einem Riesenslalomlauf. Mit den Plätzen fünf für Luca und sechs für Moritz zeigten beide Athleten zwei akzeptable Läufe und konnten weitere wertvolle Erfahrungen auf internationalem Niveau sammeln.
Goldener Abschluss im Teamwettbewerb
Den perfekten Abschluss bildeten am Dienstag die Teamwettbewerbe im Slalom und Riesenslalom. Das deutsche Aufgebot mit den WRIV-Leistungsträgern Luna Schwarz, Elea Börsig, Luca Gökeler, Moritz Schreiber und Noah Sing konnte bei endlich trockenen Bedingungen sein volles Potenzial abrufen. Luca Gökeler überzeugte im Slalom mit zweimaliger Tagesbestzeit und unterstrich damit eindrucksvoll seine Klasse. Auch Moritz Schreiber zeigte starke Leistungen: Mit der zweitschnellsten Laufzeit im ersten und der Tagesbestzeit im zweiten Durchgang trug er maßgeblich zum Erfolg des deutschen Teams im Riesenslalom bei. Der Lohn für die starken Leistungen: Zweimal Gold für den TVU bei den World Skate Games in Paraguay!
Damit fand eine anspruchsvolle und nervenaufreibende Wettkampfwoche doch noch einen versöhnlichen Abschluss. Für Luca Gökeler und Moritz Schreiber vom TV Unterlenningen wurde die Reise nach Südamerika trotz schwieriger Bedingungen und wechselhafter Einzelergebnisse mit zwei Goldmedaillen im Teamwettbewerb zu einem besonderen sportlichen Erfolg.









